Archiv für März 2009

Die Regenbogenbrücke

Samstag, 28. März 2009
Eine Brücke verbindet den Himmel und die Erde. Wegen der vielen Farben nennt man sie die Brücke des Regenbogens.
Auf jener Seite der Brücke liegt ein Land mit Wiesen, Hügeln und saftigen, grünen Gras.
Wenn ein geliebtes Tier auf der Erde für immer eingeschlafen ist, geht es zu diesem wunderschönen Ort.
Dort gibt es immer was zu fressen und trinken, und es ist warmes, schönes Frühlingswetter.
Die alten und kranken Tiere sind wieder jung und gesund.
Sie spielen den ganzen Tag zusammen.
Es gibt nur eine Sache, die sie vermissen.
Sie sind nicht mehr mit ihren Menschen zusammen, die sie auf Erden so geliebt haben.
So rennen und spielen sie jeden Tag zusammen bis eines Tages plötzlich eines innehält und aufsieht:
Die Nase bebt, die Ohren stellen sich auf und die Augen werden ganz groß!
Plötzlich rennt es aus der Gruppe heraus und fliegt über das grüne Gras.
Die Füße tragen es schneller und schneller.
Es hat dich gesehen.
Und wenn du und dein spezieller Freund dich treffen, nimmst du ihn in deine Arme und hälst in fest.
Dein Gesicht wird geküsst, wieder und wieder.
Und du schaust endlich glücklich in die Augen deines geliebten Tieres, das so lange aus deinem Leben verschwunden war, aber nie aus deinem Herzen.
Dann überschreitet ihr gemeinsam die Brücke des Regenbogens und ihr werdet nie wieder getrennt sein.

Schon wieder etwas trauriges, aber mir gefällt die Regenbogenbrücke, jeder von uns musste bestimmt schon einmal ein Tier über die Regenbogenbrücke gehen lassen. Demnächst gibt es auch wieder eine Geschichte von Pierrot.

          Margit

Dein Hund…

Sonntag, 22. März 2009

Wenn alle Dich meiden und hassen,

ob mit oder ohne Grund.

Wird einer Dich niemals verlassen

und das ist Dein treuer Hund.

Und würdest Du ihn sogar schlagen,

ganz herzlos und ohne Verstand,

er wird es geduldig ertragen

und leckt Dir dafür noch die Hand.

Nur Liebe und selbstlose Treue

hat er für Dich immer parat!

Er beweist es Dir täglich aufs neue

wie unsagbar gern er Dich hat.

Nennst Du einen Hund dein eigen,

wirst Du nie verlassen sein.

Und solltest Du vor Einsamkeit schweigen,

denn Du bist niemals allein.

Wird einst der Tod Dir erscheinen

und schlägt Dir die letzte Stund,

wird einer bestimmt um Dich weinen

und das ist Dein treuer Hund.

Drum schäm Dich nicht Deinere Tränen,

wenn einmal Dein Hund von Dir geht!

Nur er ist, das will ich erwähnen

ein Wesen das stets zu Dir steht.

                         Autor unbekannt

Ich hoffe das Gedicht gefällt Euch. Ich habe es vor ein paar Tagen im Internet gelesen und musste dabei an meine früherern Hunde denken, die bereits verstorben sind. Auch ich habe mich meiner Tränen nicht geschämt.

                             Margit

Bongos Stromzaunerlebnis ( Bongo war knapp 4 Monate alt)

Donnerstag, 12. März 2009

 

 

Nun, nicht jeder Spaziergang, trotz Frischluftzufuhr und Bewegung für Frauchen und Hündchen, hinterlässt ein zufriedenes Gefühl.

 

Vor einigen Wochen: Es sollte ein ganz normaler Spaziergang bei schönem Wetter in Begleitung einer Freundin unserer Familie werden.

Alles sah auch danach aus. Bongo so langsam in Schwung gekommen (braucht immer erst ein Weilchen), lief freudig wedelnd, nach Stöckchen rennend den Weg entlang. 

Nach einigen Gehminuten, linksseitig nun eine flexible Schafweide.

“Oh, Schäfchen”…denkt Hündchen, “kenne ich doch vom Hundeplatz, mal schaun was die so treiben!” ……. Und schon war`s passiert!! In einem Bruchteil von Sekunden, wurde aus Spaß Ernst und aus Freude Leid!!!

 

Ein Stromschlag versetzte ihn in Panik.

Man sollte meinen, ein Schritt zurück, vom Zaun weg, müsste reichen, aber weit gefehlt .

Bongo rast durch die kleine Öffnung eines Feldes des Zauns, um dann sofort den Rückweg durch den Zaun antreten zu wollen. Ein natürlich sinnloses Unterfangen, schreiend, als würde man ihn bei lebendigem Leib häuten, voller Panik und Todesangst versucht er sich windend, zappelnd, sich immer mehr im Stromzaun verfangend, ständig unter Strom stehend, zu befreien.

 

Im wahrsten Sinne des Wortes stand auch ich unter Strom um unser Hündchen zu retten.

Es hat `ne ganze (für uns viel zu lange) Weile gedauert, bis wir ihn mit vereinten Kräften von dieser verfluchten (meine Ausdrucksweise sei mir verziehen) Weide auf sicheres Terrain zurück hatten.

 

… Hier kürze ich die Geschichte ganz bewusst ab, denn ich fühlte zwar Erleichterung, aber ich stellte mir viele Fragen? Z.B. “Hätte ich es verhindern können?” “Hab` ich richtig gehandelt?” “Hätte ich ihn schneller, besser befreien können, wenn ich erst die Stromquelle gesucht hätte und ausgeschaltet?” ”Wird er bleibende Schäden davon tragen?” Usw., usw..

 

Unser Hündchen hatte das Vertrauen in mich verloren, was doch kontinuierlich langsam erst gewachsen war.

 

- Wir arbeiten dran………. mit Erfolg!!!! -  

        

Ich kann unseren Hund, genauso wenig wie unsere Kinder vor allen Gefahren schützen, manchmal müssen sie alle eben aus eigenen Erfahrungen lernen!!!

 

Sabine

 

 

 

 

 

Pierrot, ein ehemaliger Straßenhund erzählt

Mittwoch, 11. März 2009

Hallo, man nennt mich Pierrot. Den Namen bekam ich weil ich ein weißes Fell und schwarze Ohren habe und mich oft benehme wie ein Clown.

pierrot

Vermutlich bin ich ein Bordercollie-Spitz-Mischling. Aber keiner weiß so richtig wer meine Eltern waren. Heute möchte ich euch erzählen, was ich in Spanien alles erlebt habe bevor ich zu meiner Familie nach Deutschland kam. Geboren wurde ich im Oktober 2003 in der Nähe von Malaga in Spanien. An die ersten Wochen in meinem Leben kann ich mich gar nicht mehr erinnern. Eines Tages landete ich auf der Straße.

Pierrots alte Heimat

Ich war noch sehr klein und der tägliche Kampf ums Überleben war hart. Manchmal traf ich Menschen, die mir etwas zum Fressen zuwarfen, aber meistens wurde ich verjagt. Langsam gewöhnte ich mich ans Leben als Streuner und war mit der Zeit perfekt im Mülleimer durchwühlen und noch heute ist kein Mülleimer vor mir sicher. Am liebsten lag ich in der warmen Sonne oder stromerte in der Gegend herum. Nur nachts war es oft kalt und wenn ich auf der harten Erde schlief, träumte ich von einem weichen Schlafplatz in einem Haus und von Menschen die mich verwöhnten und streichelten.

Pierrots Traum

Aber es kam erst einmal alles ganz anders. Streuner werden in Spanien eingefangen und meistens schon nach einer Woche “entsorgt”. Sollten sie einen Microchip besitzen, verlängert sich dieser Termin. Auch ich wurde eines Tages mit einer Schlinge eingefangen. Ich hatte keinen Microchip, keiner vermisste mich und so kam ich in die Perera nach Malaga und sollte getötet werden. Ein paar Tage später wurde Cornelia, eine Deutsche die in Spanien lebt, auf mich aufmerksam. Ich saß in einer winzigen Zelle in Einzelhaft, ohne Tageslicht, und meine Stunden waren gezählt, mein Tötungstermin bereits festgelegt. Ob Cornelia wohl gefühlt hat welche Ängste und Qualen ich in den letzten Tagen durchgemacht habe? Ich war doch erst 8 Monate alt und sollte schon getötet werden. Cornelia übernahm die Patenschaft für mich, wurde meine Pflegemama und rettete mir so mein Leben.

Bei Cornelia wurde ich erst einmal gebadet und dann ging es zum Tierarzt. Hier wurde ich untersucht und geimpft. Viele Hunde in Spanien haben Leishmaniose, aber zum Glück war ich gesund und leishmaniosefrei und Cornelia konnte mich mit nach Hause nehmen. Sie musste mir alles, was man normalerweise als Welpe lernt beibringen. Ich hatte hoch nie ein Halsband getragen und geriet jedesmal in Panik wenn Cornelia mir ein Halsband anziehen wollte. Mein Hals tat noch immer von der Schlinge weh und bellen kann ich seitdem auch nicht mehr. Mit der Zeit lernte ich an der Leine gehen und war von Anfang an stubenrein. Nur mit dem Fressen hatte ich Probleme. Was Cornelia mir da in der Schüssel vorsetzte war nicht nach meinem Geschmack. Ich hatte vorher noch nie aus einer Schüssel gefressen und das trockene Hundefutter schmeckte mir überhaupt nicht. Cornelia versuchte es mit Leber, Hühnerfleisch, Reis und Nudeln und siehe da es schmeckte mir. Am liebsten stromerte ich den ganzen Tag auf dem großen Grundstück herum. Da die Terrassentür Tag und Nacht offen stand, konnte ich kommen und gehen wann ich wollte und nachts schlief ich auf einem schönen weichen Sessel. Wenn Cornelia nach mir rief, stellte ich meine Ohren auf taub. Nur wenn sie mit dem Autoschlüssel raschelte kam ich angerannt, denn wenn Cornelia in die Stadt fuhr, durfte ich immer mitfahren. Autofahren wurde zu meiner großen Leidenschaft. Bei meiner Pflegemama gefiel es mir. Obwohl ich oft versucht habe aus dem großen Grundstück auszubrechen, wollte ich hier für immer bleiben. Aber Cornelia hatte noch fünf eigene Hunde und konnte mich nicht für immer behalten. ich sollte nach Deutschland vermittelt werden. Vorher musste ich aber noch kastriert werden. Ausgerechnet am Heiligen Abend wo andere Hunde von ihren Menschen mit Leckerli verwöhnt werden musste ich zum Tierarzt. Zwei Wochen später meldete sich bei einer Freundin von Cornelia in Deutschland eine Familie die mich haben wollte. Dort gab es bereits eine ältere Hündin und ich sollte das sehbehinderte Herrchen jeden Tag auf seinen Spaziergängen begleiten. Aber von all dem ahnte ich noch nichts. Wie jeden Tag stromerte ich auf dem Grundstück herum und schaute den Schafen und Ziegen auf der anderen Seite vom Zaun zu. Ein paar Tage später war es soweit. Frisch gebadet und um Sicher zu gehen, daß ich kein Ungeziefer oder eine braune Hundezecke nach Deutschland einschleppe, noch mit einem Spot-on-Präparat versorgt, kam ich in eine Box und wurde von einer fremden Frau, einer Flugpatin, am Flughafen in Empfang genommen. Hier war es sehr laut. Überall liefen Leute herum und ich wurde auch noch in einen riesigen großen Vogel verfrachtet. Ich hatte schreckliche Angst. Müde und ganz benommen schlief ich endlich ein. Als ich wieder aufwachte war es bereits dunkel und sehr kalt. Es war der 15. Januar 2005 und ich war in Deutschland angekommen. Endlich wurde ich aus meiner Box befreit. Eine nette Frau, es war die Freundin von Cornelia, brachte mich zu ihrem Auto und erklärte mir, daß sie mich jetzt zu meiner neuen Familie fahren würde. Ich war sehr aufgeregt. Was wird mich wohl dort erwarten? Ob die alte Hündin sich wohl mit mir vertrgen wird?

Wie es mit Pierrot in seinem neuen zu Hause in Deutschland weiter geht, erfahrt ihr demnächst bei “Döhrens Hundegeschichten”

Der junge Labrador „Bongo“

Donnerstag, 5. März 2009

Also ihr wisst ja hoffentlich, dass es mit einem Hund nie langweilig wird! Immer wieder gibt es Geschichten zu erzählen.

Gestern im Garten:

Bongos Entdeckungsfreude und Neugier ließ ihn seinen Kopf in eine uralte, schwere Zinkgießkanne stecken! Es kam wie`s kommen musste, er hing fest, vermutlich hinderte ihn aber der Bügel daran sich sofort zu befreien. Was macht unser Hündchen, er rast schreiend samt Gießkanne um den Hals auf die Wiese. Dort schaffte er es dann das “Monster” abzuschütteln!!

Ich dann später die Gießkanne auf die Wiese gestellt, Leckerlies drauf, die dann zwar mit eingekniffenem Schwanz, aber immerhin verschlungen wurden. Sein letztes Pipi macht er üblicherweise auch auf dieser Wiese, aber was macht Hündchen? Überlegt erst ob er`s wagen soll, dann scharf links schwenk und ab auf die andere Wiese.

Heute Mittag schien alles wieder beim Alten zu sein.

Wir haben wirklich viel Spaß!!

                                                               Sabine

Mein Name ist Bess

Dienstag, 3. März 2009

von der Zauberschmiede, ich bin ein schwarzer Labi und werde im April 3 Jahre alt.

 bess

 

Bess

 

Das erste Jahr habe ich bei meiner Uroma, Mama und meiner Schwester in Steinsberg, mit ganz vielen Hunden gelebt. 2 Tage nach meinem 1. Geburtstag bin ich dann in mein neues Zuhause nach Birlenbach umgezogen, welches ich mir vorher schon ein paar Mal angeschaut hatte. Dort lernte ich ganz neue Dinge kennen.
Da war z. B. so ein großer Kasten aus dem Stimmen kamen und das flimmerte so. Mein Frauchen und mein Herrchen meinten sie könnten jetzt das Fernsehen vergessen, denn der  arme Hund hätte ja Angst davor. Die Fernsehabende sind gerettet, ich habe mich daran gewöhnt.

Aber mit dem brummenden Teil das Frauchen immer durch die Wohnung zieht, werde ich mich nie anfreunden. Mit dem Teil will ich nichts zu tun haben.
Bevor ich nach Birlenbach durfte, habe ich schon einige  2 + 4  beinige  Freunde von meinem neuen Rudel kennen gelernt. Frauchen hat mir auch erzählt warum ich nach Birlenbach durfte.
Cora meine Vorgängerin war plötzlich gestorben und meine neuen Menschen konnten nicht ohne Fellschnauze sein. Also holten sie 2 Tage nach Cora’s Tod einen Golden- Retriverwelpen aus einer Welpenvermittlung (was sich als größter Fehler ihres Lebens erwies). Der war so schrecklich und  hyperaktiv. Sie erzählten das kleine Monster habe alles gebissen und lies sich nicht beruhigen.  Das war nicht der richtige Begleiter für meine Leute. Nach langem Überlegen, Tierheim kam nicht in Frage, haben sie Paula so heißt das kleine Monster mittlerweile zu einer  Freundin von Frauchen gegeben, die beiden sind immer noch befreundet trotz  2 Meter  auf  hundeart gelesener Bücher und 2 zerstörter Designer-Brillen und noch unzähliger anderer Zerstörungen.

 paula

Paula


So war ein Platz für mich frei, da Cora auch ein schwarzer Labi war, war es zwischen uns Liebe auf den ersten Blick. Ich habe Cora’s Körbchen geerbt und nachts kommt ihr Geist ab und zu vorbei und gibt mir wertvolle Tipps wie ich mit meinen Menschen umgehen muss.

 cora-korb

 

Cora

 bess-korb

Bess

 

Herrchen hab ich schon ganz gut im Griff. Wenn ich Leckerlies will muss ich ihn nur im Sessel anspringen und liebevoll beißen, dann jämmerlich jaulen, wenn das nichts nutzt noch zur Terassentür laufen schon steht er auf und ich kann ihn zur Küche locken. Dort gibt es immer was.
Bei Frauchen muss ich mir die Leckerlies erarbeiten sie will immer  das ich was tue. z.B. bellen auf das Kommando ’’wie spricht der Hund’’ oder unter dem Wohnzimmertisch durchkriechen auf das Kommando ’’kriech’’. Aber dann bekomme ich was.
Sie geht auch mit mir zur Hundeschule und zum Agility dort treffe ich meine alten Leute wieder. Manchmal auch meine Oma, Mama und meine 3 braunen Schwestern. Die eine ist jetzt sogar selbst Mama.
Letzten Herbst durfte ich in Steinsberg in meinem alten Rudel Urlaub machen, hoffentlich darf ich dieses Jahr auch wieder hin.
In Birlenbach habe ich viele neue Freunde gefunden, mit denen ich mich regelmäßig treffe.
Paula,’’das Monster’’, ist auch dabei.