Archiv für August 2010

TASSO-Newsletter Hund im geparkten Auto:

Freitag, 20. August 2010

Schon 20 Grad Celsius können tödlich sein! Mit der Kampagne “Hund im Backofen” kämpfen die Tierschutzorganisation TASSO e.V. und die Online-Community dogspot.de für mehr Verständnis für Hunde im Auto. dogSpot – mit über 300.000 Mitgliedern die größte Hunde-Community im deutschsprachigen Raum – unterstützt die Aktion als Partner von TASSO. Trotz Temperaturen von über 30 Grad Celsius finden sich immer wieder Autofahrer, die ihren Wagen in praller Sonne parken – mit dem Hund auf dem Rücksitz. “Dabei reichen schon Außentemperaturen von 20 Grad, um bei direkter Sonneneinstrahlung das Innere des Wagens in wenigen Minuten auf über 50 Grad aufzuheizen”, erklärt Philip McCreight, Leiter der Tierschutzorganisation TASSO e.V. “Für den Hund bedeutet das akute Lebensgefahr.” Zur Aufklärung hat TASSO auch dieses Jahr Plakate und Infokarten produziert, die Tierfreunde an “neuralgischen Orten” wie Parkplätze an Supermärkten, Zoos oder Vergnügungsparks platzieren können. “Das Material ist kostenlos und kann unter www.tasso.net bestellt werden”, sagt McCreight und empfiehlt denjenigen, die einen apathisch wirkenden, stark hechelnden Hund in einem geparkten Auto entdecken, einen Anruf bei der Polizei. Außerdem sollte der Besitzer ausfindig gemacht werden, beispielsweise durch einen Ausruf in den angrenzenden Geschäften oder über die Verantwortlichen von Zoos und Parks. “Die Polizeibeamten werden hoffentlich eine Scheibe des Wagens einschlagen und den Hund befreien”, so McCreight. Die Kosten für den Einsatz müsse nach einem Urteil des Oberverwaltungsgerichts Rheinland-Pfalz (AZ 12 A 10619/05) der Hundebesitzer tragen. “Außerdem kann er mit einer Anzeige wegen Tierquälerei rechnen”, gibt der TASSO-Chef zu bedenken. Ist der Hund endlich befreit, sollte man sehr behutsam mit ihm umgehen und ihn keinesfalls beispielsweise mit kaltem Wasser überschütten. Dr. Rolf Wilcken von der Tierklinik Hochmoor im münsterländischen Gescher empfiehlt feuchte Umschläge an Beinen und Pfoten. Durch die Verdunstung des Wassers werde die Körpertemperatur des Hundes schnell gesenkt. Eiskaltes Wasser sei auch fürs Trinken tabu. “Wenn der Hund überhaupt noch in der Lage ist, Wasser aufzunehmen, sollte dies temperiert sein”, rät Wilcken. Ein Besuch beim Tierarzt sei in jedem Fall notwendig. “Hier kann der Flüssigkeitsverlust durch Infusionen schnell ausgeglichen werden.” Sehen Sie unter www.tasso.net, was bereits ab 20 Grad Celsius Außentemperatur im Auto passiert. Unterstützen Sie die Aktion “Hund im Backofen” auch auf dogspot.de und tauschen Sie sich mit anderen Hundefreunden aus.

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TASSO-Newsletter TASSO warnt:

Freitag, 13. August 2010

Vorsicht Telefonabzocke! Aus aktuellem Anlass warnt TASSO vor betrügerischen Anrufern, die Spendengelder abkassieren wollen. Die Abzocker gehen wie folgt vor: Man habe doch vor drei Jahren eine Unterschrift gegen Tiertransporte geleistet, und jetzt wäre es doch an der Zeit, eine Spende zu leisten oder die Patenschaft für ein Tier zu übernehmen. Jüngst haben sich die Anrufer unter dem Namen TASSO gemeldet, aber auch andere Tierschutzorganisationen blieben in der Vergangenheit nicht verschont. TASSO-Tipp: Nie am Telefon die Bankverbindung oder Kreditkartennummer für Spendenzwecke angeben! Wie erkennen Sie Betrüger? Seriöse Tierschutzvereine wie TASSO, Bund gegen Missbrauch der Tiere, Deutscher Tier- und Naturschutz, Deutscher Tierschutzbund und viele andere rufen nie an, um Spenden am Telefon zu sammeln. Anrufer müssen zu Werbezwecken eine Nummer auf dem Display übermitteln. Sie machen sich bei Nichteinhaltung strafbar. Sehen Sie keine Nummer im Display, sofort auflegen. Unseriöse Anrufer werden oft aggressiv, wenn sie nicht sofort ans Ziel kommen. Einschüchterungsversuche mit den Worten „Wenn nicht, dann…“ sind ein Indiz für Unseriösität. Unseriöse Anrufer wollen nicht zurückgerufen werden. Im Zweifelsfall zum Test einfach mal die Frage stellen, ob man zurückrufen kann. Was können Betroffene tun? Bitte melden Sie sich bei TASSO unter presse@tasso.net. Wir werden die Fälle sammeln und gegebenenfalls zur Anzeige bringen.

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TASSO-Newsletter

Dienstag, 10. August 2010
 
 
Rumäne rettet einen Straßenhund und muss sterben
 
Weil er einen Straßenhund vor Schlägen eines Mannes retten wollte, musste Adrian Priscu (50) qualvoll sterben. Der in Brasov wohnhafte Rumäne hörte am Samstag aus seiner Wohnung Wimmerlaute eines Hundes vor seinem Fenster. Von dort konnte er beobachten, wie ein Mann grundlos und brutal auf einen Straßenhund einschlug. Sofort eilte er dem Hund zu Hilfe. Zunächst kam es zu lautstarken Wortgefechten zwischen den beiden Männern, gefolgt von einem Handgemenge, bei dem der Täter Adrian Priscu mit einer Flasche so heftig am Kopf traf, dass dieser das Gleichgewicht verlor und zu Boden fiel. Der Täter verletzte Adrian Priscu daraufhin mit einer Glasscherbe der Flasche derartig an der Brust, dass das Opfer wenige Minuten später an den Folgen der Stichverletzung starb. Der von Nachbarn zu Hilfe gerufene Krankenwagen konnte Priscu nicht mehr reanimieren; er starb noch am Unfallort. Die Polizei verhaftete den Täter und brachte ihn in Untersuchungshaft. Zu dem Täter wurden bisher in der rumänischen Presse keine Angaben gemacht. “Zivilcourage und Humanität sind nicht nur rumänische Themen wie jüngste Berichterstattungen auch in Deutschland immer wieder beweisen“, äußert sich Philip McCreight von der Tierschutzorganisation TASSO zu dem tragischen Vorfall. “Dem Mann gebührt meine Hochachtung; der Familie mein tief empfundenes Mitgefühl“, so McCreight weiter. Der ETN, TASSO und der Bund gegen Missbrauch der Tiere werden diese Woche in Brasov, der zweitgrößten Stadt in Rumänien, eine Pressekonferenz geben und zu einem humanen Miteinander zwischen Mensch und Tier aufrufen.
 
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