Gänse leiden das ganze Jahr!

7. November 2009

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Nicht nur am Martinstag und zu Weihnachten:
Gänse leiden das ganze Jahr

 
1,5 Millionen Gänse landen jedes Jahr auf deutschen Tellern. Den wenigsten Menschen ist bewusst, welches Leid die Gans bis zu diesem Zeitpunkt erfahren hat. Denn das Leben einer deutschen Mastgans ist alles andere als schön. Die meiste Zeit ihres ohnehin nur 84 Tage dauernden Lebens verbringt sie bei Kunstlicht in viel zu engen Drahtkäfigen und wird gemästet, um möglichst schnell an Gewicht zuzunehmen. Ungarn, Polen und Frankreich sind die Hauptlieferanten für diese zweifelhafte Delikatesse, weil die deutsche Produktion die Nachfrage gar nicht mehr decken kann.  ”Mit der Wahl von Biogänsen weiß man zumindest, dass das Tier im Freien und immerhin einige Monate leben durfte”, rät Andrea Thümmel, Pressesprecherin bei TASSO allen Tierfreunden, die auf Fleisch nicht verzichten möchten. Diese ethische Frage muss also jeder für sich entscheiden. Das Lebendrupfen der Gänse wird von der Tierschutzorganisation allerdings auf das Schärfste kritisiert. Hier darf es kein “ja, aber” geben. Bis zu vier Mal im Jahr werden den Tieren bei lebendigem Leib und unter starken körperlichen und seelischen Qualen die Daunen ausgerissen. Oft genug werden die Tiere dabei massiv verletzt. Eine Traumatisierung erleiden sie allemal, wie die Tierschutzorganisation Vier Pfoten e.V. berichtet. Den Arbeitern sind die Tiere ziemlich egal, es geht um das schnelle Geld und das wird pro gerupfter Gans bezahlt. Leider gibt es kein Gütesiegel, das darüber Auskunft gibt, ob es sich um einen grausamen Lebendrupf oder einen Tod-Rupf, bei dem die Tiere dann zumindest keine Schmerzen erleiden müssen, handelt. Selbst wenn man ein Etikett mit “Tod-Rupf” entdeckt, heißt das nicht, dass die Gans nicht schon ihr ganzes Leben lang gerupft wurde. Da bleibt dem Verbraucher nur eins: Auf Daunenprodukte in Zukunft ganz zu verzichten!
 

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Wenn Hunde und Katzen sich ständig kratzen

1. November 2009

 

 

Nicht immer sind Flöhe im Spiel, wenn sich unsere Vierbeiner unentwegt kratzen. Es kann sich auch um einen Befall mit Herbstgrasmilben handeln. Die Herbstgrasmilbe gehört zu den Spinnentieren, sie ist weltweit verbreitet und findet sich häufig auf Wiesen und in Gärten. Jetzt im Herbst schlüpfen die Larven der Milbe und lauern bevorzugt auf Grashalmen auf ihre Opfer. Die erkennen sie am Geruch, Hunde und Katze gehören ebenso dazu wie Menschen. Die Larven lassen sich von den Grashalmen abstreifen und suchen dann ein geschütztes Plätzchen, wo sie mit ihren Mundwerkzeugen die Haut anbohren. Dabei sondern sie ein Sekret ab, das die unteren Hautschichten auflöst. Diese Mischung dient ihnen dann als Nahrung. Herbstgrasmilben saugen zwar kein Blut wie Flöhe oder Zecken, die Folgen für das Opfer sind aber vergleichbar: Das Immunsystem reagiert auf den Speichel der Parasiten mit stark juckenden Quaddeln. Gerade sehr junge Milben sind mit bloßem Auge kaum zu erkennen, sie sind gerade mal 0,3 Millimeter groß. Um festzustellen, ob Hunde oder Katzen befallen sind, legt man neben ihren Schlafplatz ein großes Stück weißes Papier. Das lockt die Tiere an und verrät ihre Anwesenheit. Zur Behandlung befallener Tiere sollte das Fell zunächst sorgfältig ausgebürstet und die Haut anschließend mit einem geeigneten chemischen Mittel aus der Apotheke oder vom Tierarzt eingerieben werden. “Obwohl in vielen Online-Foren dafür geworben wird: Neemöl – das Öl des Neembaums – hilft nur gegen die Eier der Herbstgrasmilben, und die liegen im Gras”,  erklärt Dr. Rolf Wilcken, Leiter der Abteilung Kleintiere der Tierklinik Hochmoor im münsterländischen Gescher. “Bereits geschlüpften Tieren und solchen, die im Fell sitzen, kann es nichts anhaben.”

 

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17. Oktober 2009
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EU-Tierversuchs-Richtlinie 86/609 –
Neue Hoffnung für Millionen von Versuchstieren

 

Sie ist kaum bekannt, hat aber enorme Konsequenzen für Millionen von Versuchstieren: die EU Tierversuchs-Richtlinie 86/609. Sie setzt Mindeststandards für Tierversuche in Europa. Damit entscheidet sie über Leben und Tod von Millionen von Versuchstieren. Die Richtlinie ist über 20 Jahre alt und bedarf demzufolge dringend der Überarbeitung. Im November 2008 legte die EU-Kommission deshalb den Entwurf für eine Novellierung vor. Leider stimmte das EU-Parlament im Mai 2009 nicht im Sinne der Versuchstiere ab. So sollen Tierversuche ohne Rücksicht auf Schmerzen und Leiden der Tiere auch weiterhin möglich sein. In den EU-Gremien laufen jetzt die Beratungen über den Entwurf der Tierversuchs-Richtlinie. Voraussichtlich Ende November 2009 wird der Ministerrat abstimmen. Auch das EU-Parlament wird sich zum Entwurf äußern. 

Hier können Sie Ihre Stimme für die Tiere an die EU-Parlamentarier abgeben. Eine einmalige Chance, auf politischer Ebene eine Änderung für die Tiere herbeizuführen. Seien Sie dabei.

 

 

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29. September 2009

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Mietrecht: Das Halten von Hund und Katze ist zustimmungspflichtig

 

Seitdem sich Tierfreunde online bei TASSO Rechtstipps zur Tierhaltung holen können, zeigt sich, dass ein Gebiet besonders gefragt ist: die Tierhaltung im Mietrecht. Immer wieder melden sich Tierhalter, die laut Mietvertrag keine oder nur eine begrenzte Anzahl an Hunden oder Katzen halten dürfen und sich dennoch ein bzw. mehr als die erlaubte Anzahl anschaffen und fragen, was der Vermieter dagegen unternehmen kann. „Die Antwort darauf ist recht naheliegend“, so Rechtsanwältin Ann-Kathrin Fries. „Der Mieter verstößt gegen den von ihm unterschriebenen Vertrag und muss die Konsequenzen tragen. Der Vermieter kann die sofortige Abschaffung des Tieres fordern oder gegebenenfalls sogar den Mietvertrag kündigen“, so Fries weiter. Auch wenn im Mietvertrag eine Zustimmung des Vermieters vereinbart wurde, sollte man nicht leichtfertig einen Welpen oder eine Katze anschaffen und auf die Wirkung des sprichwörtlichen Dackelblicks beim Vermieter hoffen. Selbst für den Fall, dass die entsprechende Vertragsklausel im Mietvertrag unwirksam ist, so muss der Vermieter dennoch vorher um Erlaubnis gefragt werden. Der Bundesgerichtshof hat mehrfach eindeutig entschieden, dass zwar die Kleintierhaltung (Fische, Meerschweinchen, Sittiche etc.) nicht per Mietvertrag verboten werden kann. Die Hunde- und Katzenhaltung ist davon nicht betroffen und kann sehr wohl gänzlich verboten oder von einer vorherigen Zustimmung abhängig gemacht werden. „Jeder verantwortungsbewusste Tierhalter, der eine entsprechende Tierhaltungs-Klausel in seinem Mietvertrag unterschrieben hat, sollte sich unbedingt vor der Anschaffung des Haustieres mit seinem Vermieter auseinandersetzen und Ausnahmen oder Genehmigungen immer schriftlich festhalten“, rät Fries eindringlich, da es selten eine nachträgliche Ausnahmegenehmigung durch die Gerichte gibt.

 

 

 

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28. August 2009

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Das schmutzige Geschäft mit der Ware Hund

 

Das Angebot an jungen Hunden jeder Rasse, Farbe und Größe zu Dumpingpreisen aus unseren Nachbarländern übersteigt die Nachfrage bei weitem und wächst fast monatlich. Dabei kommen die halb verhungerten, ausgemergelten, durch ganz Europa gekarrten und viel zu früh von der Mutter getrennten Tiere nicht mehr nur aus Osteuropa, wie man früher dachte. Belgien und die Niederlande sind jüngst der Umschlagplatz Nummer 1, weil es so viel seriöser klingt. Deutschland ist leider das Hauptabnehmerland für diesen tierschutzwidrigen Handel. Die Massenproduktion der Welpen – überwiegend in Osteuropa – unter schlimmsten Bedingungen, ohne Licht und zusammengepfercht auf engstem Raum kostet in den „Erzeugerländern” nur zirka 30,- Euro pro Tier. In den Abnehmerländern werden die Tiere dann „günstig” für einige hundert Euro angeboten, was meist immer noch weniger als die Hälfte des marktüblichen Preises ist. Die Tiere sind oft nicht geimpft und entwurmt und werden deswegen oft schon mit tödlichen Krankheiten verkauft. Darüber hinaus sind Welpen, die nicht wenigstens 8 Wochen bei ihrer Mutter waren, kaum sozialisiert. Schwere Verhaltensstörungen wie Dauerkläffen, Angstbeißen und Aggressionen sind nur einige der Probleme mit denen sich die neuen Hundebesitzer dann konfrontiert sehen – wenn das Tier die ersten Monate überhaupt überlebt.

TASSO-Tipp:  Kaufen Sie keine Hunde im Internet, auf Parkplätzen, auf Märkten oder durch Kleinanzeigen, wenn Sie nicht von der Seriosität der Anbieter überzeugt sind. Der grausame Hundehandel kann nur dann wirkungsvoll gestoppt werden, wenn die unseriösen Händler keine Nachfrage mehr finden. Das heißt, wenn Tierfreunde nur noch zum Züchter oder Tierheim gehen. Alle anderen Wege unterstützen die Massenproduktion Hund ungewollt.

 

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Pierrot, ein ehemaliger Straßenhund erzählt (3)

10. Juni 2009

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Ende März 2005 begann meine Ausbildung in der Hundeschule. Ich war jetzt 3 Monate bei meiner Familie in Deutschland und kam noch immer nicht wenn man nach mir rief.

Der erste Tag in der Hundeschule war sehr spannend und aufregend. So viele neue Gerüche gab es hier und viele Hunde, und alle konnten auf einer großen Wiese zusammen laufen und spielen.

Ausgerechnet Yvonne, die Tochter von Frauchen und Herrchen musste in der ersten Übungsstunde mit mir gehen. Laufen an der lockeren Leine, Kehrtwendung, Sitz, Platz, Slalom laufen…. Wir beide waren anschließend fix und fertig.

Beim nächsten Mal kam ich bei Detlef an die lange Leine. Sehr schnell hatte ich begriffen, wer hier das Sagen hat. Nicht die Hunde, sondern Detlef unser Hundelehrer.

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Und dann führte Mario, Yvonnes Bruder mit mir die Übungen durch, und siehe da, es klappte schon viel besser.

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Nach wenigen Wochen in der Hundeschule, ich sage euch, mein Leben hatte sich verändert. Herrchen, Frauchen und Mario lernten fleißig mit mir umzugehen und das tat unserer Beziehung richtig gut. Ich hörte jetzt auf meinen Namen und kam wenn man mich rief.

Nachdem ich meine Ausbildung in der Junghundegruppe beendet hatte, wurde ich als vorübergehendes Clubmitglied aufgenommen. Ein richtiges Clubmitglied wird man erst, wenn man die Begleithundeprüfung bestanden hat. In der Junghundegruppe war ich überwiegend mit jüngeren Hunden zusammen. Hier im Club lernte ich jetzt die älteren und erfahreneren Hunde kennen.

Und dan sah ich ” i h n” . Er war groß, schwarz mit etwas weiß und hatte lange Beine, wie ich sie vorher noch nie gesehen hatte. Er war wohl der Boss der Clubhunde. Oft hatte er Raufereien mit anderen Hunden. Ständig rief sein Frauchen nach ihm oder warf ein Kettchen nach ihm weil er sich wieder mal mit anderen Hunden stritt.

Ich hatte keine Ahnung wie ich mich ihm gegenüber verhalten sollte. Ich lief ihm einfach hinterher, hob auch das Beinchen, wenn  er das Beinchen hob, und wenn er Streit mit anderen Hunden hatte, ging ich ihm aus dem Weg. Seltsamerweise hatte ich nie Schwierigkeiten mit ihm und wir zwei wurden sogar Freunde.

Aber immer öfter kam es zu Beißereien zwischen meinem Freund und anderen Hunden. Seine Leute sollten ihm einen Maulkorb auf dem Hundeplatz anziehen, aber daran hielten sie sich nicht. Als er eines Tages über einen kleinen Welpen herviel und biss, hatte ich die Schnauze voll von ihm. So jemand wollte ich nicht zum Freund haben. Auch die Menschen waren entsetzt über sein Verhalten. So ein Hund hatte im Club nichts verloren und er wurde vom Platz verwiesen.

Jetzt herrschte Ruhe und Frieden zwischen den Hunden. Ich wurde zum Einzelgänger, hatte die Nase voll von Freundschafften und schaute lieber das Spielen der anderen Hunde von oben herab zu.

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Mein Lieblingsplatz wurde die Hängebrücke oder der Laufsteg. Normalerweise ist es nicht erlaubt, daß ein Hund höher liegt oder sitzt als die anderen. Aber keiner von den Hunden störte es. Ab und zu warfen die Menschen mich von meinem Platz wieder runter. Aber nach 5 Minuten lag ich wieder oben und irgendwann gaben sie es auf und nannten mich Prinz Pierrot.

2 – 3 mal in der Woche besuchten wir nun den Hundeplatz, übten fleißig für die Begleithundeprüfung und Sonntagsnachmittags gingen wir mit einer kleinen Gruppe vom Hundeclub spazieren.

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Während der Clubstunden wird nicht nur gearbeitet, sondern die Menschen unterhalten sich, Erfahrungen über uns Hunde werden ausgetauscht, es werden Strümpfe für den nächsten Winter gestrickt und bei schönem Wetter auch mal gegrillt

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Zu Hause war fast jeden Tag der gleiche Ablauf. Morgens ging ich mit meinem Herrchen zu Yvonne. Dort holten wir Emma ab und dann gingen wir zusammen spazieren. Schon sehr früh hatte ich begriffen, daß mein Herrchen sehr schlecht sieht. Hatte er sich beim Spazierengehen einmal verlaufen, führten Emma und ich ihn sicher wieder nach Hause.

Laike blieb zu Hause. Sie war zu alt für große Spaziergänge. Wenn Frauchen um 12 Uhr von der Arbeit nach Hause kam, wartete ich zusammen mit Laika auf sie.

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Nachmittags, wenn Frauchen nicht arbeiten musste, gingen wir mit Emma und Pascal, dem kleinen Enkel, spazieren.

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Die arme Laika wurde immer kränker und schwächer. Inzwischen war sie fast blind, war inkontinent und Frauchen musste ständig ihre Pfützen, die sie in der Wohnung überall hinterlassen hatte, aufzuputzen.

Eines Tages war es soweit, Laika war den Weg über die Regenbogenbrücke gegangen. Ich war sehr traurig. Meine beste Freundin und Lebensgefährtin war von mir gegangen. Auch meine Familie trauerte um Laika. Ich tröstete sie so gut ich konnte, lag jetzt wie früher Laika, abends an Frauchens Füßen auf der Couch und schlafe noch heute nachts auf Laika´s Lieblingsplatz im Flur auf der Bank.

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3 Wochen später fuhr ich mit meinen Leuten zum ersten mal in Urlaub. Aber das ist eine andere Geschichte, die ich euch demnächst bei Döhrens Hundegeschichten erzählen werden.

Pierrot, ein ehemaliger Straßenhund erzählt (2)

10. April 2009

Was ich in Spanien alles erlebt habe, habe ich euch ja bereits erzählt.

Heute möchte ich euch berichten, was ich die ersten Wochen und Monate in Deutschland alles erlebt habe.

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Es begann alles am 15. Januar 2005. Es war bereits dunkel und ziemlich kalt als ich in meinem neuen zu Hause ankam. Erst vor 1 Woche hatte meine neue Familie beschlossen, einen Zweithund zu ihrer Hündin zu holen. Laika war bereits 15 Jahre alt und in den letzten Monaten nicht mehr so fit wie früher. Sie hatte Krebs und war vor einem halben Jahr operiert worden.

Eigentlich wollten meine neuen Leute ja einen Welpen haben, aber die waren alle vermittelt und so kam es, daß ich jetzt bei ihnen einzog.

Mein neues zu Hause gefiel mir. Hier war es schön warm und man hatte bereits ein Körbchen mit einer weichen Decke für mich bereit gestellt.

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Aber wo war Laika? Endlich fand ich sie. Sie lag im Schlafzimmer auf ihrer Decke und wir beide verstanden uns von Anfang an sehr gut.

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Noch am gleichen Abend unternahm ich mit Margit meinem Frauchen und mit ihrem Sohn Mario den ersten Spaziergang. Laika zeigte mir unterwegs ihre “Pipiwiese”, ein unbebautes Grundstück auf dem wir Hunde ungestört unser Geschäft machen konnten. Weiter ging es zu Margits Tochter Yvonne. Sie hatte bereits eine eigene Familie und wohnte nur ein paar hundert Meter weiter. Dort wurde ein großes Fest gefeiert, das sogenannte “Bäumchenstellen” zur Geburt von Pascal, dem kleinen Enkel von meinen Leuten. Jetzt lernte ich auch den Rest der Familie und alle Freunde kennen. Alle begrüßten mich und freuten sich, daß ich so ein lieber kleiner Kerl war. Wieder zu Hause schlief ich glücklich in meinem neuen Körbchen ein.

Am nächsten Tag gab es die ersten Probleme. Man setzte mir doch tatsächlich Trockenfutter zum Fressen vor. Cornelia meine spanische Pflegemama hatte ja in einem Brief einiges über mich berichtet, hatte aber vergessen über meine Eßgewohnheiten zu schreiben. Wie sollte ich denn bloß meiner Familie beibringen was mir schmeckt? Frauchen probierte es mit Frolic und Dosenfutter von Laika, ich probierte es, aber es schmeckte mir nicht. Dann kam der ersehnte Anruf aus Spanien. Cornelia wollte wissem wie es mir geht und erklärte auch, daß ich am liebsten selbstgekochtes Futter und Tischabfälle essen würde. Also wurde beschlossen für mich zu kochen.

In den nächsten Tagen machten wir viele Spaziergänge und nahmen auch oft Pascal, den kleinen Enkel im Kinderwagen mit.

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Meistens begleitete uns auch Emma, die schwarze Mischlingshündin von Yvonne. Emma war ein richtiger Teufel. Ständig versuchte sie mich zu ärgern und zu ihr nach Hause durfte ich die ersten Monate auch nicht.

Eines Tages, ich war etwa 2 Wochen in Deutschland, traute ich meinen Augen nicht als ich rus kam. Alles war weiß und vom Himmel fiel etwas seltsames. Es war Schnee.

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Obwohl ich an der langen Leine war, saußte ich durch den Schnee, versuchte die Schneebälle zu fangen die mir Frauchen zu warf und hatte einen riesenspaß. Auch Emma, die ja erst 8 Monate alt war hate noch nie Schnee gesehen. Zum ersten Mal verstanden wir zwei uns prima und haben beim Spazierrengehen wie verückt im Schnee getobt.

Ein paar Tage später bin ich zum ersten Mal von zu Hause ausgerissen. Obwohl meine Leute ständig aufpassten, daß ich nicht durch die offene Haustür lief, passierte es doch. Margit mein Frauchen flippte föllig aus. Schreiend lief sie mir nach. Ich wurde immer schneller, lief die Straße runter, bog nach rechts ab, dann wieder nach links und Frauchen immer hinter mir her. Erst auf dem Grundstück von Margits Freunden ließ ich mich einfangen. Frauchen war fix und fertig und ich war happy. Das Spiel hatte mir großen Spaß gemacht.

Eines Morgens wachte ich von seltsamen Geräuschen auf. Laika war ständig am Niesen und hatte sehr starkes Nasenbluten. Im Schlafzimmer sah es aus wie auf einem Schlachtfeld. Überall war Blut verspritzt und auch die arme Laika war völlig mit Blut verschmiert. Meine Leute fuhren mit ihr zur Tierärztin und ich blieb traurig zurück. Ob ich Laika wohl jemals wieder sehen würde? Zwei Stunden später war sie wieder da. Sie hatte hohen Blutdruck und musste von nun an jeden Tag eine Blutdrucktablette nehmen.

Als es draußen wärmer wurde und der schöne Schnee schmolz, durfte ich zum ersten Mal ohne Leine in den Garten. Der Garten gefiel mir, überall gab es etwas zum Schnüffeln und als es mir langweilig wurde, wollte ich mal nachschauen wie es bei den Nachbarn ausschaute. Dort roch es so gut nach Bratkartoffeln und Speck. Und ruck zuck war ich über die Mauer gesprungen und auf dem Nachbargrundstück gelandet. Und wieder lief mein Frauchen rufend und aufgeregt hinter mir her. Aber sie konnte rufen so viel sie wollte, ich kam einfach nicht zu ihr gelaufen. Erst als das Spiel langsam langweilig wurde und die Nachbarn inzwischen auch ganz aufgeregt hinter mir herliefen, lief ich auf mein Frauchen zu und ließ mich wieder einfangen.

Damit ich nicht schon wieder ausreisen konnte, wurde jetzt zum Nachbargrundstück ein Zaun über die Mauer gezogen. Aber meine Leute hatten nicht mit mir gerechnet. Es gab ja noch das Gartentürchen über das man springen konnte. Ständig versuchte ich irgendwo auszubrechen. Ich wollte ja nicht weglaufen, nur mal so bei den Nachbarn herumstromern, aber das verstand meine Familie nicht. Sie machten den Garten jetzt ausbruchsicher.

Ein paar Tage später, ich durfte wieder einmal im Garten herumstromern, bellte unser Nachbarhund Nico ganz aufgeregt. Und da hörte ich es auch. Ein seltsames Geräusch kam vom Himmel und als ich hoch sah bekam ich schreckliche Angst. Ein riesiger Ball kam auf mich zu. Völlig in Panik geraten versteckte ich mich im Bambus. Laika blieb ganz ruhig. Sie störte es gar nicht was da am Himmel auf uns zu flog. Sie erklärte mir, daß es nur ein Heißluftballon sei. Laika hatte sogar schon einmal bei einer Flugshow mehrere Heißluftballons starten sehen und keine Angst gehabt. Aber ich hatte so etwas noch nie gesehen und erst nach einer Stunde, der Ballon war schon längst über unser Haus geflogen, kroch ich aus meinem Versteck wieder raus. Zitternd lief ich ins Haus und versteckte mich erst einmal unter dem Küchentisch. Wer weiß, vielleicht kam ja dieses Ungehäuer am Himmel wieder zurück. Meine Familie unterhielt sich über mich und zum ersten Mal hörte ich das Wort Hundeschule.

Am nächsten Tag machten wir einen großen Spaziergang und trafen unterwegs Lukas mit seinem Hund Kalle. Kalle war sehr gut erzogen, hörte aufs Wort und sein Herrchen erzählte, da er die Hundeschule besucht hätte. Meine Leute ließen sich alles über die Hundeschule berichten und beschlossen, auch mit mir eine Hundeschule zu besuchen.

Ende März war es soweit. Meine Ausbildung in der Hundeschule begann.

Was Pierrot alles in der Hundeschule erlebt hat, und wie es mit ihm in seinem Leben weitergeht, erfahrt ihr demnächst bei Döhrens Hundegeschichten.

Die Regenbogenbrücke

28. März 2009
Eine Brücke verbindet den Himmel und die Erde. Wegen der vielen Farben nennt man sie die Brücke des Regenbogens.
Auf jener Seite der Brücke liegt ein Land mit Wiesen, Hügeln und saftigen, grünen Gras.
Wenn ein geliebtes Tier auf der Erde für immer eingeschlafen ist, geht es zu diesem wunderschönen Ort.
Dort gibt es immer was zu fressen und trinken, und es ist warmes, schönes Frühlingswetter.
Die alten und kranken Tiere sind wieder jung und gesund.
Sie spielen den ganzen Tag zusammen.
Es gibt nur eine Sache, die sie vermissen.
Sie sind nicht mehr mit ihren Menschen zusammen, die sie auf Erden so geliebt haben.
So rennen und spielen sie jeden Tag zusammen bis eines Tages plötzlich eines innehält und aufsieht:
Die Nase bebt, die Ohren stellen sich auf und die Augen werden ganz groß!
Plötzlich rennt es aus der Gruppe heraus und fliegt über das grüne Gras.
Die Füße tragen es schneller und schneller.
Es hat dich gesehen.
Und wenn du und dein spezieller Freund dich treffen, nimmst du ihn in deine Arme und hälst in fest.
Dein Gesicht wird geküsst, wieder und wieder.
Und du schaust endlich glücklich in die Augen deines geliebten Tieres, das so lange aus deinem Leben verschwunden war, aber nie aus deinem Herzen.
Dann überschreitet ihr gemeinsam die Brücke des Regenbogens und ihr werdet nie wieder getrennt sein.

Schon wieder etwas trauriges, aber mir gefällt die Regenbogenbrücke, jeder von uns musste bestimmt schon einmal ein Tier über die Regenbogenbrücke gehen lassen. Demnächst gibt es auch wieder eine Geschichte von Pierrot.

          Margit

Dein Hund…

22. März 2009

Wenn alle Dich meiden und hassen,

ob mit oder ohne Grund.

Wird einer Dich niemals verlassen

und das ist Dein treuer Hund.

Und würdest Du ihn sogar schlagen,

ganz herzlos und ohne Verstand,

er wird es geduldig ertragen

und leckt Dir dafür noch die Hand.

Nur Liebe und selbstlose Treue

hat er für Dich immer parat!

Er beweist es Dir täglich aufs neue

wie unsagbar gern er Dich hat.

Nennst Du einen Hund dein eigen,

wirst Du nie verlassen sein.

Und solltest Du vor Einsamkeit schweigen,

denn Du bist niemals allein.

Wird einst der Tod Dir erscheinen

und schlägt Dir die letzte Stund,

wird einer bestimmt um Dich weinen

und das ist Dein treuer Hund.

Drum schäm Dich nicht Deinere Tränen,

wenn einmal Dein Hund von Dir geht!

Nur er ist, das will ich erwähnen

ein Wesen das stets zu Dir steht.

                         Autor unbekannt

Ich hoffe das Gedicht gefällt Euch. Ich habe es vor ein paar Tagen im Internet gelesen und musste dabei an meine früherern Hunde denken, die bereits verstorben sind. Auch ich habe mich meiner Tränen nicht geschämt.

                             Margit

Bongos Stromzaunerlebnis ( Bongo war knapp 4 Monate alt)

12. März 2009

 

 

Nun, nicht jeder Spaziergang, trotz Frischluftzufuhr und Bewegung für Frauchen und Hündchen, hinterlässt ein zufriedenes Gefühl.

 

Vor einigen Wochen: Es sollte ein ganz normaler Spaziergang bei schönem Wetter in Begleitung einer Freundin unserer Familie werden.

Alles sah auch danach aus. Bongo so langsam in Schwung gekommen (braucht immer erst ein Weilchen), lief freudig wedelnd, nach Stöckchen rennend den Weg entlang. 

Nach einigen Gehminuten, linksseitig nun eine flexible Schafweide.

“Oh, Schäfchen”…denkt Hündchen, “kenne ich doch vom Hundeplatz, mal schaun was die so treiben!” ……. Und schon war`s passiert!! In einem Bruchteil von Sekunden, wurde aus Spaß Ernst und aus Freude Leid!!!

 

Ein Stromschlag versetzte ihn in Panik.

Man sollte meinen, ein Schritt zurück, vom Zaun weg, müsste reichen, aber weit gefehlt .

Bongo rast durch die kleine Öffnung eines Feldes des Zauns, um dann sofort den Rückweg durch den Zaun antreten zu wollen. Ein natürlich sinnloses Unterfangen, schreiend, als würde man ihn bei lebendigem Leib häuten, voller Panik und Todesangst versucht er sich windend, zappelnd, sich immer mehr im Stromzaun verfangend, ständig unter Strom stehend, zu befreien.

 

Im wahrsten Sinne des Wortes stand auch ich unter Strom um unser Hündchen zu retten.

Es hat `ne ganze (für uns viel zu lange) Weile gedauert, bis wir ihn mit vereinten Kräften von dieser verfluchten (meine Ausdrucksweise sei mir verziehen) Weide auf sicheres Terrain zurück hatten.

 

… Hier kürze ich die Geschichte ganz bewusst ab, denn ich fühlte zwar Erleichterung, aber ich stellte mir viele Fragen? Z.B. “Hätte ich es verhindern können?” “Hab` ich richtig gehandelt?” “Hätte ich ihn schneller, besser befreien können, wenn ich erst die Stromquelle gesucht hätte und ausgeschaltet?” ”Wird er bleibende Schäden davon tragen?” Usw., usw..

 

Unser Hündchen hatte das Vertrauen in mich verloren, was doch kontinuierlich langsam erst gewachsen war.

 

- Wir arbeiten dran………. mit Erfolg!!!! -  

        

Ich kann unseren Hund, genauso wenig wie unsere Kinder vor allen Gefahren schützen, manchmal müssen sie alle eben aus eigenen Erfahrungen lernen!!!

 

Sabine